Die Reformen der vergangenen Jahre haben den Anstieg der Gesundheitsausgaben in Deutschland im internationalen Vergleich erheblich gedämpft. Auch das Wachstum der gesamten Arzneimittelausgaben hat sich gegenüber anderen westlichen Industrieländern maßvoll entwickelt. Das verdeutlicht die kürzlich erschienene Studie “Gesundheit auf einen Blick 2007″ der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die einen inflationsbereinigten und kaufkraftparitätischen Vergleich vorgenommen hat.

Mit durchschnittlich 1,8 Prozent pro Jahr zwischen 1995 und 2005 nahmen die Gesundheitsausgaben in Deutschland pro Kopf weniger zu als in allen 29 Vergleichsländern. Im OECD-Durchschnitt sind sie jährlich real um 4,0 Prozent gewachsen.

Mit einem Pro-Kopf-Anstieg von real 3,5 Prozent pro Jahr bei den gesamten Arzneimittelausgaben liegt Deutschland im Zeitraum von 1995 bis 2005 nicht nur unter dem OECD-Durchschnitt von 4,6 Prozent, sondern auch hinter 17 Vergleichsländern. Zu diesen Staaten gehören u.a. die USA, die Niederlande und Norwegen. Nur sieben Länder verzeichnen eine geringere jährliche Wachstumsrate als Deutschland.

Der zunehmende Arzneimittelverbrauch ist laut OECD vor allem auf die Alterung der Bevölkerung und die Verbreitung neuer Arzneimittel zurückzuführen. Die OECD sieht die Möglichkeit, dass sich die erhöhten Arzneimittelausgaben kostensenkend auf die Gesamtausgaben auswirken können, z.B. bei verbesserten Präparaten.

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