80 Prozent der deutschen Firmen, die die CeBIT besuchen, schauen sich dort gezielt nach aktuellen IT-Trends um, so eine Befragung von Steria Mummert Consulting. Durchschnittlich schafft es rund ein Fünftel der deutschen Unternehmen, diese Technologien systematisch über ein gutes Innovationsmanagement in neues Wachstum zu verwandeln. Finanzdienstleister sowie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen haben hierbei die Nase vorn. In diesen Branchen verfügt jedes dritte Unternehmen über ein gutes oder sehr gutes Innovationsmanagement. Die öffentliche Verwaltung und das verarbeitende Gewerbe haben dagegen Nachholbedarf. Zu diesen Ergebnissen kommt der Managementkompass Wachstumstreiber Technologie von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Branchenübergreifend gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Umsatzwachstum und der Fähigkeit, Technologieinnovationen erfolgreich zu managen. Denn während nur acht Prozent der Umsatzverlierer über ein funktionierendes Innovationsmanagement verfügen, ist der Anteil bei den Umsatzgewinnern dreimal so groß (24 Prozent). Banken und Versicherungen sowie Kliniken und Krankenkassen sind vor allem bei der Integration neuer Technologien in die vorhandenen Prozesse führend. Zudem berücksichtigen sie stärker als andere Branchen neben technologischen weitere Faktoren, die außerordentliches Wachstum begünstigen. Hierzu gehören unter anderem eine funktionierende Organisation der Geschäftsabläufe und eine umfassende Kundenkenntnis.

Insbesondere Banken und Versicherungen haben im Zuge des starken Wettbewerbsdrucks massiv in IT und schlankere Arbeitsprozesse investiert. 63 Prozent der Kreditinstitute wollen somit beispielsweise die individuelle Finanzplanung für Privatkunden deutlich verbessern. Konkret sollen Vertriebs- und Servicemitarbeiter mehr Zeit für die Kundenberatung haben. Der Fokus der Maßnahmen liegt allerdings nicht auf dem bloßen Anschaffen neuer Soft- und Hardware, sondern auf dem Vereinfachen von Arbeitsabläufen, unterstützt durch IT-Innovationen. Hier haben es die Finanzdienstleister besser als andere Branchen geschafft, innovative Technologielösungen an die Anforderungen im operativen Bank- und Versicherungsbetrieb anzupassen. IT-gestützte Abläufe nach Vorbild der Industrie sorgen inzwischen zunehmend für die nötige Effizienz, damit Finanzdienstleister mit attraktiven Angeboten, beispielsweise kostenlosen Depots und Girokonten oder einer individuellen Vorsorgeberatung, Wachstum vorantreiben können. 84 Prozent der Banken wollen die Industrialisierung ihrer Prozesse bis 2010 weiter ausbauen.

Auch die befragten Kliniken und Krankenkassen erzielen Wachstum aus IT-Trends, indem sie in besonderem Maße auf das Zusammenspiel zwischen Technologie und einer guten Planung der Abläufe achten. „Dass Ärzte mit dem Laptop unter dem Arm zur Visite kommen, führt alleine noch nicht dazu, dass die Zufriedenheit der Patienten steigt und Krankenhäuser bessere Renditen erzielen“, erläutert Dr. Joachim Philippi von Steria Mummert Consulting. Wenn allerdings durch das mobile und elektronische Erfassen von Patientendaten alle am Behandlungsprozess Beteiligten vernetzt werden, fallen Laufwege für Mitarbeiter weg und Medienbrüche werden vermieden. Damit können sich Krankenhausaufenthalte für Patienten verkürzen und die Ärzte haben mehr Zeit für Diagnose und Behandlung. Durch den Einsatz von Informationstechnologie steigt somit die Servicequalität und es ergeben sich neue Wachstumspotenziale.

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