“Die globale Stahlindustrie erlebte 2007 ein Rekordjahr wie nie zuvor”, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling, zum Auftakt der 12. Handelsblatt Jahrestagung “Stahlmarkt 2008″. Die Erwartungen an die weitere Entwicklung in der Stahlindustrie angesichts hoher Rohstoff- und Energiekosten sowie steigender chinesischer Billig-Importe bestimmten die weiteren Diskussionen der rund 300 Teilnehmer des etablierten Branchentreffs. Gut eine Woche vor dem EU-Gipfel äußerten sich die Stahl-Verantwortlichen besorgt über die Zukunft der deutschen und europäischen Stahlindustrie, sollte die EU-Kommission der energieintensiven Industrie nicht mit kostenfreien Kohlendioxid-Zertifikaten entgegenkommen. Die guten deutschen Konjunktur-Ergebnisse und die Entspannung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hätten in letzter Zeit erneut die große Bedeutung der “alten” Industrie für den Standort Deutschland gezeigt.

Den großen Anteil der Stahlindustrie an der positiven konjunkturellen Entwicklung in Deutschland führte der Präsident der Stahlvereinigung weiter aus. Bereits zum fünften Mal in Folge sei die Welt-Stahlindustrie über sieben Prozente gewachsen, betonte er. Dieses Wachstum sei 2007 nicht nur durch die Schwellenländer gefördert worden, sondern alle Märkte – ausgenommen den USA – hätten eine robuste Dynamik gezeigt. Trotz des starken Euro habe die deutsche Stahlindustrie einen Umsatzrekord von 45 Milliarden Euro erreicht. Die Rohstahlproduktion habe mit 48,6 Millionen Tonnen einen neuen gesamtdeutschen Rekord erzielt. Die deutschen Produktionskapazitäten waren 2007 nahezu voll ausgelastet und nahmen zum zweiten Mal in Folge um fünf Prozent zu. Die Aussichten für 2008 schätzte Ameling weiterhin positiv ein. Allerdings dürften die Risiken durch die drohende Rezession in den USA, den hohen Rohstoff- und Energiepreisen und den Euro-Höhenflug nicht übersehen werden. Auch wichtige Frühindikatoren deuteten bereits eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums an. Die Bundesregierung habe ihre Wachstumsprognose für 2008 bereits auf 1,7 Prozent nach unten korrigiert.

Lesen Sie den ganzen Pressebericht

Hat Sie das interessiert? Lesen Sie auch diese Themen...

Investmentchancen in Osteuropa - Parex Bank informierte Anleger auf "Go East!" Seminar on April 25th, 2008
Experten der Parex Bank informierten gestern in Frankfurt am Main gemeinsam mit Andreas Männicke von der East Stock Information GmbH auf dem Seminar "Go East!" über Anlagestrategien in Osteuropa.

Bauindustrie warnt vor weiteren Investitionskürzungen im Bundeshaushalt 2011 on August 6th, 2010
"Die Investitionstätigkeit des Bundes im Haushaltsjahr 2011, die gegenüber dem laufenden Jahr ohnehin deutlich zurückgefahren wird, darf nicht weiteren kurzfristigen Sparzwängen geopfert werden.

Erzeugerpreise März 2012: + 3,3 % gegenüber März 2011 on April 20th, 2012
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im März 2012 um 3,3 % höher als im März 2011.

Die japanische Industrie am Scheideweg zwischen Konsolidierung und Scheitern on February 3rd, 2010
Die globale Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Unternehmen ist seit dem Ende des "verlorenen Jahrzehnts" immer weiter gesunken.

ING DIRECT macht öffentliches Übernahmeangebot für Deutschlands größten Baufinanzierungsvertrieb Interhyp on May 19th, 2008
ING DIRECT N.

Comments

Leave a Reply