Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen im Jahr 2007 deutschlandweit bei rund der Hälfte (51%) der Familien mit zwei Elternteilen Mutter und Vater aktiv einer Erwerbstätigkeit nach. Nach der “klassischen” Rollenverteilung, bei der ausschließlich der Vater arbeitet, gestalteten 35% der Paare mit Kindern ihr Erwerbsleben. Zu den Paaren zählen Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 15 Jahren. Beide Elternteile sind zudem im erwerbsfähigen Alter.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse aus unterschiedlichen Statistiken zur aktuellen Situation der Familien in Deutschland hat Karl Müller, Abteilungsleiter im Statistischen Bundesamt, heute in Berlin vorgestellt.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein ausreichendes Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten, insbesondere für Kleinst- und Kleinkinder. Bei den unter Dreijährigen haben die Eltern von rund 320 000 Kindern zum 15. März 2007 eine Betreuung in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch genommen. Der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote) belief sich damit bundesweit auf rund 16%. Im Jahr 2006 hatte die Betreuungsquote noch bei 14% gelegen. Bei den Kindern zwischen drei und fünf Jahren hat sich der Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern dieser Altersgruppe im März 2007 auf rund 89% erhöht, gegenüber 87% in 2006. Damit nutzten rund 2 Millionen Eltern ein solches Angebot.

Wie Väter und Mütter Erwerbstätigkeit und Beruf unmittelbar nach Geburt eines Kindes vereinbaren, zeigen unter anderem auch die Ergebnisse der Elterngeldstatistik. So war über die Hälfte (55%) der insgesamt 720 000 Elterngeldempfänger der im Jahr 2007 geborenen Kinder vor der Geburt des Kindes erwerbstätig. Während mehr als drei Viertel (77%) der insgesamt 87 000 Väter vor der Geburt einer Erwerbstätigkeit nachgingen, war es bei den Müttern etwas mehr als die Hälfte (52% oder 332 000).

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