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Finanzprodukte für Muslime erobern den Markt

Wenn Deutschland von der steigenden Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten profitieren will, sind Politik und Finanzwirtschaft gleichermaßen gefordert. Finanzprodukte, die dem islamischen Recht (Scharia) entsprechen, müssen anders strukturiert sein als hierzulande üblich. Dafür sind zum einen zielgruppenspezifische Konzepte erforderlich, zum anderen müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. (FAZ, 23.07.2008) „Islamic Banking, vor wenigen Jahren noch als eine marginale Randerscheinung gebrandmarkt, erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit, und dies nicht nur in der arabisch geprägten Region, sondern auch in nicht islamisch geprägten Ländern“, so Zaid el-Mogaddedi, Managing Director des Institute for Islamic Banking & Finance (IFIBAF). Das globale geschätzte Potenzial für schariakonforme Finanzprodukte liegt nach IFIBAF-Angaben bei vier Billionen US-Dollar. (Kreditwesen 15/2008)

Strategien für schariakonforme Finanzprodukte

Gemeinsam mit Alberto G. Brugnoni, Präsident und Gründungsmitglied der Associazione per lo Sviluppo di Strumenti Alternativi e di Innovazione Finanziaria (ASSAIF), leitet el-Mogaddedi das 1. IIR „Islamic Finance & Real Estate Forum“, das am 4. und 5. November in Frankfurt stattfindet. Mehr als 20 Wirtschaftsexperten aus Europa und Asien zeigen hier die Chancen und Risiken auf, die Islamic Finance für die Finanz- und Immobilienbranche bietet. Zu den Referenten gehören Sheikh Dr. Mohamed Ali Elgari, Professor an der saudi-arabischen King Abdul Aziz Universität, und Dr. Mohd Daud Bakar, Präsident und CEO des International Institute of Islamic Finance (IIIF) in Kuala Lumpur. Beide sind Shariah Board Members der Islamic Bank of Asia in Singapur.