Die Hausdurchsuchungen und Drohungen des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück gegen ausländische Banken haben bei den Vermögenden in Deutschland bereits Wirkung gezeigt. Wie die Auswertung der aktuellen Welle des German Wealth Monitor des Instituts für Markencontrolling BrandControl zeigt, haben Bankenkrise und Steuerskandal dazu geführt, dass bei 36 Prozent der gut verdienenden Deutschen die Einstellung zu den genannten ausländischen Banken negativer geworden ist. Lediglich bei einem Prozent hat sich die Einstellung zu den Instituten verbessert.

Entsprechend stark sind auch die Reputationswerte diverser ausländischer Banken gesunken. So büssten die LGT aus Liechtenstein, die Banque de Luxembourg, Credit Suisse und UBS in statistisch signifikantem Umfang an Reputation ein.

Attestierten beispielsweise der LGT im Herbst letzten Jahres sieben Prozent der Vermögenden eine schlechte Reputation, so hat sich der Wert in 2008 mit 22 Prozent verdreifacht. Auch das persönliche Vertrauen in diese Banken ist gesunken. So fiel das hohe Vertrauen in die UBS von 26 auf 19 Prozent, bei der Credit Suisse von 34 auf 26 Prozent und der Banque de Luxembourg von 26 auf 20 Prozent.

“Das sind umgerechnet Hunderttausende gut situierter Anleger, die diesen Banken nun kritischer beurteilen”, so BrandControl-Chef Dr. Harald Jossé.

Damit geht das Kalkül Steinbrücks, im Fahrwasser des allgemeinen Misstrauens gegenüber den Bankern in der Finanzkrise zugleich auch die Banken der Steueroasen zu diskreditieren, voll auf. “Der Minister nutzt ganz geschickt die Gunst der Stunde, um einer angeknockten Branche den K.O.-Schlag zu versetzen” kommentiert Jossé die Taktik des Finanzministers.

Die BrandControl GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1993 gegründet und ist das einzige Institut in Deutschland, das sich auf das Controlling von Marken und Markenkommunikation spezialisiert hat. Das Institut unterstützt Unternehmen dabei, die Erfolge ihrer Marketingstrategien zu analysieren, zu optimieren und die Markenwerte zu steigern. Für den German Wealth Monitor (GWM) befragt das Frankfurter Institut zweimal im Jahr 1.000 Gutverdiener, die zu den oberen drei Prozent der Einkommenspyramide sowie zu den Zielgruppen des Private-Banking und Wealth-Management zählen.

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