Nov
10
Bei den Bundesbürgern wächst die Erkenntnis, dass Wissen unabdingbare Voraussetzung für eine langfristig und nachhaltig erfolgreiche Anlagestrategie ist. Ein Drittel der Befragten will sich deshalb künftig stärker als bisher mit den Themen Finanzen und Geldanlage auseinandersetzen. Das ist ein zentrales Ergebnis des aktuellen Aktienbarometers Deutschland, das die cominvest in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) und der Unternehmensberatung Rudolf | Witt & Company einmal im Quartal erhebt.
Insgesamt ist die Bereitschaft der Bundesbürger, in Aktien zu investieren im Vergleich zum Vorquartal deutlich gesunken. Das cominvest Aktienbarometer Deutschland sank um 12 Zähler von 96 auf 84 Punkte. Schlechte wirtschaftliche Rahmendaten, negative Wirtschaftsaussichten und ein hoher Vertrauensverlust gegenüber dem Kapitalmarkt haben den Index nach unten gezogen.
Das Renommee der Aktie als Anlageinstrument hat durch die aktuelle Krise gelitten. 40 Prozent der Bundesbürger (+ 15 Prozentpunkte) sehen aktuell keinen Grund, in Aktien zu investieren. Jeder fünfte Befragte gab jedoch an, an die Börse zurückkehren zu wollen, sobald sich die Situation an den Kapitalmärkten wieder stabilisiert habe. Dr. Sebastian Klein, Sprecher der Geschäftsführung der cominvest: “Die momentane Skepsis ist emotional nachvollziehbar, rational aber nicht berechtigt. Langfristig bleibt die Erkenntnis gültig, dass Aktienanlagen eine sehr renditeträchtige Anlageform darstellen. Wer auf jetzigem Niveau in ein breit gestreutes Aktienportfolio investiert, wird dies in fünf Jahren nicht bereuen.”
Nahezu alle lang- und kurzfristigen Faktoren des Aktienbarometers haben sich nach unten entwickelt, wobei langfristige Faktoren wie die allgemeine Einstellung zum Aktienmarkt (Potenzial und Verständnis), die individuelle finanzielle Situation und das persönliche Interesse nicht so stark eingebrochen sind wie die kurzfristigen Indikatoren (wirtschaftliches Umfeld und momentane Situation am Aktienmarkt). Der starke Rückgang des Aktienbarometers geht einher mit einem ausgeprägten Misstrauen gegenüber den aktuellen Entwicklungen an den Finanz- und Kapitalmärkten. Das grundsätzliche Verständnis für die Vorgänge an den Börsen rund um den Globus hat in den vergangenen Monaten deutlich gelitten. Kurskapriolen wie um die VW-Aktie haben diese Wahrnehmung noch verstärkt; mit entsprechenden Auswirkungen auf das künftige Anlageverhalten. Mehr denn je ist Sicherheit Trumpf. Und so ist es nicht verwunderlich, dass bei der Frage nach der aktuell bevorzugten Anlageform drei von vier Bundesbürgern aktuell Bank- oder Spareinlagen favorisieren. Investmentfonds liegen mit 20 Prozent auf dem zweiten Platz noch vor Kapitallebensversicherungen. Zertifikate spielen kaum noch eine Rolle.
Hat Sie das interessiert? Lesen Sie auch diese Themen...
Staat schließt erstes Halbjahr 2008 mit Überschuss von 6,7 Milliarden Euro ab on August 26th, 2008
Der Finanzierungsüberschuss des Staates hat im ersten Halbjahr 2008 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,7 Milliarden Euro betragen.
Ratingagenturen: "Folgt nicht blind dem Orakel aus den USA" on April 30th, 2010
Natürlich hat es sich der griechische Patient zunächst selbst zuzuschreiben, dass ihm nun der Exitus droht.
Erzeugerpreise Dezember 2010: + 5,3% gegenüber Dezember 2009 on January 20th, 2011
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Dezember 2010 um 5,3% höher als im Dezember 2009.
Baufinanzierung: Zinsen auf Jahrestief on September 8th, 2009
Mit Bestsätzen von 3,83 Prozent effektiv für 10-jährige Immobiliendarlehen befinden sich die Baugeld-Konditionen auf Jahrestiefstand.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle legt Unternehmensbefragung zum Fachkräftebedarf (Qualifizierungsmonitor) vor on October 26th, 2010
Die Ergebnisse der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln und der IW Consult GmbH durchgeführten Unternehmensbefragung zum aktuellen Fachkräftebedarf (Qualifizierungsmonitor) liegen vor.
Comments
Leave a Reply