Nun ist es offiziell: Die USA sind bereits im Dezember 2007 in die Rezession gerutscht. Wie das National Bureau of Economic Research (NBER) mitteilte, ist die 73 Monate andauernde Wachstumsphase der US-Wirtschaft beendet. Wichtigster Faktor für die Entscheidung eine Rezession zu erklären war dabei der Verlust von den bis zu diesem Zeitpunkt bekannten 1,2 Millionen Arbeitsplätzen, wie das Institut mitteilte. Dabei waren die miserablen US-Arbeitsmarktzahlen vom Freitag noch nicht einmal in der Zahl enthalten. Mittlerweile beziffert sich der Beschäftigungsabbau in den USA auf über 1,9 Millionen Jobs in diesem Jahr. Nach einem zunächst relativ moderaten Abbau von Arbeitsplätzen zu Beginn der Rezession hat sich der Abschwung im Herbst dramatisch beschleunigt. Auch der enttäuschende ISM-Index im Verarbeitenden Gewerbe, schwache PKW-Absätze und die Auftragseingänge in der Industrie bestätigten die schwere Rezession in der die USA aktuell stecken. Düster sehen auch die europäischen Notenbanken die konjunkturelle Lage im eigenen Umfeld. Die EZB hat die Wachstumsprognose für 2009 von +1,2% auf -0,5% herabgesetzt. Die Preisstabilität scheint derzeit gewährleistet und auch bis 2010 erwartet die europäische Notenbank (EZB) rückläufige Inflationsraten. Vor diesem Hintergrund senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins um 75 Basispunkte (BP) – der größte Zinsschritt in der Geschichte der EZB. Ähnlich argumentierte auch die Bank of England und senkte den Leitzins nach dem überraschenden Zinsschritt im November (150 BP) erneut. Die Lockerung der Geldpolitik um weitere 100 BP führte den britischen Referenzzins auf einen historischen Tiefstand. Die aktuell erreichten 2% wurden in der über 300-jährigen Geschichte der BoE noch nicht unterschritten und letztmalig nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erreicht. In Deutschland belegten sowohl die Einzelhandelsumsätze, als auch die Auftragseingänge der Industrie, dass die Rezession schwerer ausfallen dürfte als bislang angenommen.

Ausblick

In der kommenden Woche dürften die Zahlen zur Industrieproduktion in den Euroländern bestätigen, dass die Wirtschaft im Euroraum im 4. Quartal deutlich schrumpfen wird. Dabei wird prognostiziert, dass der Rückgang in Deutschland wegen der großen Bedeutung der Automobilindustrie (hier kam es zu ersten Werksstilllegungen) besonders stark ausfallen wird. Die Zahlen zum ZEW-Index am Dienstag werden mit Vorsicht zu deuten sein, denn wie im Vormonat gilt auch jetzt: Die Einschätzung der aktuellen Lage dürfte wohl noch negativer ausfallen, womit das Potenzial für eine weitere Verschlechterung immer geringer wird. In den USA stehen erst zum Ende der Woche mit den Einzelhandelsumsätzen und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan schwergewichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Der mäßige Auftakt des Weihnachtsgeschäftes und die schwachen Kfz-Absätze deuten auf einen neuerlichen Umsatzrückgang im Einzelhandel hin. Der private Verbrauch steht damit im vierten Quartal vor einem weiteren heftigen Rückgang und sollte das BIP in den USA stark belasten.

Aktienmärkte

Rückblick

Nachdem zu Beginn der letzten Woche von einem schwachen Start in das US-Weihnachtsgeschäft ausgegangen wurde und offiziell bestätigt wurde, dass sich die USA bereits seit Dezember 2007 in einer Rezession befinden, war der Wochenauftakt sehr schwach. Die Hoffnung auf eine deutliche Zinssenkung der EZB und der BoE löste im Vorfeld der Sitzungen eine Erholungsbewegung aus, die allerdings nach Bekanntgabe der Entscheidungen zu erneuten Gewinnmitnahmen führte. Unternehmensseitig war die abgelaufene Woche insbesondere für Infineon und für die Autobauer von Relevanz. Nachdem die Infineon-Tochter Qimonda zu Wochenbeginn überraschend bekannt gab, seine Quartalszahlen zu verlegen, enttäuschte die Mutter am Mittwoch mit einem deutlichen Verlust und einem negativen Ausblick. Dies zusammen mit der extrem bedenklichen Liquiditätssituation von Qimonda führte bei Infineon zu einem Wochenverlust von 50% – mit einem Wert von unter einem Euro ist die Aktie der erste “Penny-Stock” im DAX. Die “Big Three” der US-Automobilindustrie blitzten bei einer erneuten Anhörung vor dem Kongress zunächst wieder ab, da sich die Abgeordneten noch nicht über die konkrete Form der Unterstützung einig werden konnten. Unterdessen haben GM und Chrysler selbst eine Fusion nicht ausgeschlossen, sollte dies die Bedingung für staatliche Unterstützung sein. Die schwachen Auto-Absatzzahlen im November mit Rückgängen von teilweise über 30% unterstreichen die angespannte Situation der Autobauer weltweit. Die deutschen Produzenten versuchen über Produktionskürzungen, Werksferien und Kurzarbeit den Nachfragerückgang auszugleichen. Am Donnerstag gab die Deutsche Börse die anstehenden Indexveränderungen bekannt. Demnach werden Salzgitter und Beiersdorf für die HypoRealEstate und Continental in den DAX nachrücken. Die Änderungen werden zum 22. Dezember wirksam.

Aktienmärkte

Rückblick

Nachdem zu Beginn der letzten Woche von einem schwachen Start in das US-Weihnachtsgeschäft ausgegangen wurde und offiziell bestätigt wurde, dass sich die USA bereits seit Dezember 2007 in einer Rezession befinden, war der Wochenauftakt sehr schwach. Die Hoffnung auf eine deutliche Zinssenkung der EZB und der BoE löste im Vorfeld der Sitzungen eine Erholungsbewegung aus, die allerdings nach Bekanntgabe der Entscheidungen zu erneuten Gewinnmitnahmen führte. Unternehmensseitig war die abgelaufene Woche insbesondere für Infineon und für die Autobauer von Relevanz. Nachdem die Infineon-Tochter Qimonda zu Wochenbeginn überraschend bekannt gab, seine Quartalszahlen zu verlegen, enttäuschte die Mutter am Mittwoch mit einem deutlichen Verlust und einem negativen Ausblick. Dies zusammen mit der extrem bedenklichen Liquiditätssituation von Qimonda führte bei Infineon zu einem Wochenverlust von 50% – mit einem Wert von unter einem Euro ist die Aktie der erste “Penny-Stock” im DAX. Die “Big Three” der US-Automobilindustrie blitzten bei einer erneuten Anhörung vor dem Kongress zunächst wieder ab, da sich die Abgeordneten noch nicht über die konkrete Form der Unterstützung einig werden konnten. Unterdessen haben GM und Chrysler selbst eine Fusion nicht ausgeschlossen, sollte dies die Bedingung für staatliche Unterstützung sein. Die schwachen Auto-Absatzzahlen im November mit Rückgängen von teilweise über 30% unterstreichen die angespannte Situation der Autobauer weltweit. Die deutschen Produzenten versuchen über Produktionskürzungen, Werksferien und Kurzarbeit den Nachfragerückgang auszugleichen. Am Donnerstag gab die Deutsche Börse die anstehenden Indexveränderungen bekannt. Demnach werden Salzgitter und Beiersdorf für die HypoRealEstate und Continental in den DAX nachrücken. Die Änderungen werden zum 22. Dezember wirksam.

Ausblick

Nach dem eindrucksvollen Turn-arround der US-Börsen am Freitag abend gestaltet sich der Wochenauftakt freundlich. Von Unternehmensseite stehen keine marktbewegenden Veröffentlichungen auf der Agenda. Wie auch in den Vorwochen besitzen die Konjunkturdaten jedoch das Potenzial für deutliche Kursausschläge zu sorgen. Zudem dürften Äußerungen zu den geplanten Konjunkturpaketen bzw. die erhofften Rettungsmaßnahmen für die US-Autobauer für Bewegung sorgen. Mit der Kursbewegung am Freitag in den USA und der Wocheneröffnung an den europäischen Börsen wurde die Chance auf eine Bodenbildung auf dem aktuellen Kursniveau gewahrt. Hierfür müsste aber in den nächsten Wochen die extrem hohe Volatilität zurückgehen. Das es dazu kommt erscheint angesichts der vorraussichtlich schwachen Konjunkturdaten in dieser Woche eher unwahrscheinlich. Bei Neuengagements sollte der nötige zeitliche Horizont mitgebracht werden – eine Jahresend-Rallye halten wir trotz der freundlichen Wocheneröffnung für nicht wahrscheinlich.

Rentenmärkte

Rückblick

Die internationalen Rentenmärkte konnten größtenteils die fünfte Woche in Folge Kursgewinne verbuchen und schlossen deutlich über den Schlussständen der Vorwoche. Beflügelt durch die kräftigen Zinssenkungen und die Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungen in Europa überschritt der Bund Future zeitweise die Höchststände aus 2005. Zudem stützten durchweg schwache Konjunkturdaten sowohl aus Europa als auch aus den USA die Anleihenkurse. In den langen Laufzeiten reduzierten sich die Renditen noch kräftiger als im kurzen Bereich, so dass die Zinsstrukturkurven weiter abflachten. Die Risikoaversion der Anleger nahm in der vergangenen Woche – nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Rezessionsängste – wieder etwas zu, so dass sich die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen ausgeweitet haben.

Ausblick

Die mittlerweile sehr niedrigen Renditen bergen sicherlich ein Rückschlagspotenzial für die kommende Woche, aber die Veröffentlichung der Industrieproduktion in den europäischen Ländern sowie die Einzelhandelsumsätze aus den USA sollten den schwachen Zustand beider Wirtschaftsregionen bestätigen. Entsprechend ist kurzfristig wohl eher von einer Stabilisierung der Renditen auf dem tiefen Niveau auszugehen. Positive Impulse für die Wirtschaft sind aus den anstehenden Konjunkturdaten kaum abzuleiten, so dass die Initialzündung für eine Trendumkehr bei den Rentenkursen ausbleiben sollte.

Rohstoffe

Rückblick

Die Talfahrt am Ölmarkt hat sich vergangene Woche fortgesetzt. Nach einer kurzen Zwischenerholung fiel der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar unter 41 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte “Brent” fiel gar unter 40 US-Dollar. Rohstoffhändler begründen den Preisverfall mit anhaltend schwachen US-Konjunkturdaten und damit einhergehenden Nachfragerückgängen. Der Goldpreis stand zum Wochenschluss ebenfalls unter Druck. Das Metall notierte bei 740 US-Dollar. An den physischen Edelmetallmärkten verbessert sich die Versorgungslage schrittweise.

Ausblick

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird ihre Förderung nach Angaben ihres Präsidenten Chakib Khelil deutlich senken. Rohstoffhändler erwarten bereits beim Treffen am 17. Dezember eine Fördermengenreduzierung. Bezüglich des Ausblickes für diese Woche erwarten wir einen weiteren volatilen Handelsverlauf. Mittelfristig gehen wir davon aus, dass der Ölpreisrückgang derzeit übertrieben ist. Angebotskürzungen seitens der OPEC dürften dazu beitragen, den Ölpreis zu stabilisieren. Bei den Edelmetallen haben verschiedene Raffinerien ihre Produktion bis zum Jahresende verkauft und werden vor dem Jahreswechsel keine Aufträge mehr entgegen nehmen. Zum Wochenbeginn stabilisierten sich Goldminenaktien weltweit und gaben damit kurzfristig eine vorsichtig positive Tendenz für den Gesamtmarkt vor.

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