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Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist im Juli vorläufigen Angaben zufolge [1] preis- und saisonbereinigt [2] um 0,9 % zurückgegangen, nachdem sie im Vormonat aufwärts revidiert um 0,8 % angestiegen war. Dabei sind die Ergebnisse durch einen Ferientageffekt etwas unterzeichnet. Während die Erzeugung im Bauhauptgewerbe zuletzt spürbar rückläufig war (-2,3 %), schwächte sich die Industrieproduktion leicht um 0,5 % ab. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen schränkten die Hersteller von Investitionsgütern – insbesondere wegen der schwachen Entwicklung im Maschinenbau und im Kraftfahrzeugsbereich – ihren Ausstoß deutlich um 3,2 % ein. Vorleistungsgüterproduzenten konnten dagegen ihre Erzeugung um 1,8 % ausweiten, während die Konsumgüterproduktion stagnierte (0,0 %).
Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Juni/Juli gegenüber April/Mai) erhöhte sich hingegen die Produktion im Produzierenden Gewerbe um preis- und saisonbereinigt 2,5 %. Dies war maßgeblich auf die Zunahme der Industrieproduktion um 2,3 % zurückzuführen. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe schwächte sich dagegen deutlich um 3,3 % ab. Kräftige Impulse für die Industrieproduktion kamen vor allem aus der Belebung der Produktionstätigkeit im Bereich der Vorleistungsgüterproduzenten (+4,9 %). Die Hersteller von Investitionsgütern hatten einen Produktionszuwachs um 1,8 % zu verzeichnen. Dagegen schwächte sich die Erzeugung der Konsumgüterproduzenten um 1,4 % ab.
Binnen Jahresfrist lag die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Juni/Juli arbeitstäglich bereinigt um 17,3 % niedriger. Im Bereich der Industrie wurde dabei das Vorjahresniveau um 19,6 % unter-, im Bauhauptgewerbe um 1,8 % überschritten.
Im dritten Quartal insgesamt dürfte angesichts des Ausgangsniveaus der Produktion und der anhaltend lebhaften Bestelltätigkeit mit einer Zunahme der Industrieproduktion zu rechnen sein.
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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.
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