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Weniger Geld in der Tasche
Filed Under Finanzen
Die Deutschen haben weniger Geld für den Konsum. Das wöchentlich zur Verfügung stehende Budget ist nach Abzug der Fixkosten im Vergleich zum vorigen Quartal deutlich gesunken: von 259 Euro auf 232 Euro. Die grundsätzliche Bereitschaft zu sparen und auf billigere Alternativprodukte umzusteigen, liegt in der Bevölkerung bei 87 Prozent. Sie ist damit im dritten Quartal konstant hoch geblieben. Das sind einige Ergebnisse der aktuellen Umfrage vom unabhängigen Markt- und Meinungsinstitut Ipsos im Auftrag der CreditPlus Bank AG.
Ein Grund für die geringere Kaufkraft sind die in den vergangenen drei Monaten gestiegenen Lebenshaltungskosten: Im Mai sind sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes so stark gestiegen wie seit Ende 2008 nicht mehr. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,2 Prozent innerhalb eines Jahres. Vor allem die Energiekosten wuchsen, allein Kraftstoffe verteuerten sich um 14 Prozent. Die Lohnschere klafft weiter auseinander und Menschen mit einem niedrigen oder mittleren Einkommen, verdienen nicht ausreichend, um ein ausgeprägtes Konsumverhalten an den Tag zu legen.
“Das zurückhaltende Konsumverhalten in der Bevölkerung spiegelt die geringen finanziellen Möglichkeiten wider”, kommentiert Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank AG. “Vor allem die jüngeren Verbraucher sparen und wählen statt bekannter Markenartikel kostengünstigere Produkte.”
Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist, dass 19 Prozent der Teilnehmer keine Angaben zu ihrem Wochenbudget machen konnten. Damit ist der Anteil im Vergleich zu den Vorquartalen (24 bzw. 25 Prozent) zwar leicht gesunken. Dennoch zeigt der recht hohe Prozentsatz, wie sensibel das Thema täglicher Umgang mit Geld ist und lässt auf einen hohen Grad an Unkenntnis über die finanziellen Möglichkeiten schließen. “Das Ergebnis unterstreicht die Dringlichkeit, das Thema “Umgang mit Geld” bereits in der Schule aufzugreifen”, fügt Wagner hinzu.
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