Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, fordert eine Optimierung der Energiesysteme, um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung erreichen zu können. Auf der Konferenz “Energiesysteme der Zukunft” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin betonte der Minister heute: “Mit dem Energiekonzept der Bundesregierung haben wir eine Wegbeschreibung für den grundlegenden Umbau unseres Energiesystems.

Unser klimaschutzpolitisches Ziel werden wir jedoch ohne eine technologische Revolution nicht erreichen. Wir brauchen einen Qualitätssprung bei der Energieeinsparung genauso wie einen schnellen Ausbau und eine Modernisierung der Stromnetze zur Integration der erneuerbaren Energien. Dabei muss auch für das Energiesystem der Zukunft gelten: So viel Markt und Wettbewerb wie möglich!”

Günther Oettinger, EU Kommissar für Energie, erläuterte am Nachmittag die energiepolitischen Zielsetzungen der EU, insbesondere den Ausbau der Energieinfrastruktur und die Stärkung des Wettbewerbs auf dem Energiebinnenmarkt.

Detlef Dauke, Ministerialdirektor im Bundeswirtschaftsministerium, sowie Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), fassten die bedeutendsten Herausforderungen für die Energiesysteme der Zukunft zusammen. Entscheidend sei die Entwicklung einer langfristigen Gesamtstrategie, die Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gewährleiste und alle Stufen der Energieversorgung zusammenhängend betrachte.

Daher müsse die Optimierung des Energiesystems auf der Nachfrageseite beginnen, denn je geringer der Energiebedarf ausfalle, desto weniger Energie müsse bereitgestellt werden. Die Schaffung von Energieeffizienzmärkten habe daher höchste Priorität. Für die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien sei ein Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speichertechnologien sowie ein hocheffizienter konventioneller Kraftwerkspark notwendig. Das setze jedoch voraus, dass die Gesellschaft die damit verbundenen Umstellungen akzeptiert. Hier müsse eine gemeinsame Kommunikationsstrategie aller Akteure ansetzen.

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