Angesichts der öffentlichen Diskussion um eine Vereinfachung des Mehrwertsteuersystems macht die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände darauf aufmerksam, dass auf alle Arzneimittel der volle Mehrwertsteuersatz erhoben wird. Im Gegensatz zu Lebensmitteln oder Büchern, für die der ermäßigte Satz von 7 Prozent gilt, werden Medikamente mit 19 Prozent belastet. Der Fiskus sammelt das Geld in der Selbstmedikation vom Apothekenkunden, bei einem rezeptpflichtigen Arzneimittel von der jeweiligen Krankenkasse ein.

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Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im September 2010 gegenüber September 2009 nach bisher vorliegenden Ergebnissen voraussichtlich um 1,3% erhöhen (August 2010: + 1,0% gegenüber August 2009). Im Vergleich zum Vormonat August 2010 sinkt der Verbraucherpreisindex um 0,1%.

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Im Konjunkturhoch der Jahre 2004 bis 2007 hat die heimische Endnachfrage mehr als 8 Prozentpunkte zum gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungswachstum von rund 12 Prozent beigetragen, der Außenhandel dagegen nur gut 4 Prozentpunkte. Dieses zentrale Ergebnis einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) widerlegt damit Vorwürfe, Deutschland würde in puncto Wachstum zu stark auf den Export setzen und zu wenig für die Binnennachfrage tun. Die Erfolge einiger großer Industriezweige wie des Maschinenbaus in diesem Zeitraum gehen der IW-Analyse zufolge tatsächlich zu einem guten Teil auf das Konto der Exporte. Dies liegt jedoch einfach daran, dass Spezialmaschinen made in Germany auf den internationalen Märkten besonders begehrt sind. Im Fahrzeugbau, in der Chemischen Industrie sowie der Elektrobranche hat der Außenhandel zwar ebenfalls starke Impulse gesetzt. Doch diese waren nicht viel größer als die gesamten Wachstumsbeiträge der anderen positiven inländischen Nachfragekomponenten.

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Die Lebensversicherung steckt in der Krise. Allein in den vergangenen fünf Jahren schrumpfte der Bestand an Hauptversicherungen laut Branchenverband GDV um rund 3,4 Millionen Verträge. Diese Entwicklung trifft nicht nur die Versicherungen selbst, sondern vor allem auch den Vertrieb. Bei Agenturen, die lediglich die Produkte einer Versicherung im Angebot haben, stammen im Schnitt 30 bis 40 Prozent der Provisionseinnahmen aus der Vermittlung von Lebensversicherungen. Gelingt es den so genannten Ausschließlichkeitsagenturen nicht, alternative Zusatzeinnahmen zu erschließen, ist jede dritte in ihrer Existenz bedroht, so eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.

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Im Jahr 2009 hatten knapp zehn Prozent der Erwerbstätigen überlange Arbeitszeiten von mehr als 48 Stunden pro Woche. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Veröffentlichung des Indikatorenberichts “Qualität der Arbeit – Geld verdienen und was sonst noch zählt” mit. Die Grenze von 48 Wochenstunden orientiert sich an der im Arbeitszeitgesetz festgelegten Obergrenze. Dabei beruht die angegebene Arbeitszeit auf der Selbsteinschätzung der Befragten im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung.

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Die große Mehrheit der Deutschen begrüßt die Idee, Bankberater bei nachgewiesen fehlerhafter Beratung mit einem Berufsverbot zu belegen. 81 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind der Meinung, dass die zurzeit geprüfte Gesetzesinitiative, zumindest ein zeitweises Verbot der Beratertätigkeit einzuführen, angezeigt wäre. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern, die Handelsblatt FinanceToday exklusiv vorliegt.

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Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Welttourismustages am 27. September mitteilt, stieg in Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres 2010 die Zahl der Ankünfte von Gästen aus dem Ausland, die mindestens eine Nacht in einem Beherbergungsbetrieb verbrachten, um 11,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese 15,0 Millionen Ankünfte übertrafen sogar die Zahl der Gästeankünfte aus dem entsprechenden Zeitraum vor Beginn der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahre 2008 um 0,7 Millionen (+ 4,6%).

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Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) betrugen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2009 in Deutschland 788,8 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr (2008: 842,5 Millionen Euro), in dem diese Ausgaben erstmals seit Bestehen der Asylbewerberleistungsstatistik (1994) unter der Milliardengrenze lagen, gingen sie um weitere 6,4% zurück.

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Knapp vier Fünftel der Kfz-Betriebe bewerten die aktuelle Geschäftslage im laufenden dritten Quartal als “gut” oder “befriedigend beziehungsweise saisonüblich”. Dies ergab eine Umfrage, die das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr unter Mitgliedsbetrieben durchgeführt hat.

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Nach der historischen Krise von 2008 und 2009 erholt sich die weltweite Automobilzulieferindustrie rasant. Die weltweiten Umsätze der Branche haben nahezu wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die Profitabilität wird mit einer Umsatzrendite von bis zu sechs Prozent im Jahr 2010 möglicherweise einen neuen Rekord markieren. Haupttreiber dieser rasanten Erholung sind die boomenden Automärkte Chinas, Brasiliens und Indiens sowie die teilweise Erholung der Triademärkte Nafta, Europa und Japan. Gleichwohl hat die gesamte Automobilzulieferbranche während der Krise kräftig Federn gelassen.

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