Angesichts der tiefen Wirtschaftskrise haben Regierungen weltweit in den vergangenen beiden Jahren staatliche Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft ergriffen. Aktuelle Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Konjunkturprogramme die Wirtschaft nachhaltig belebt haben. Für die Europäische Union wird für 2009 und 2010 von einer bis zu 1 Prozentpunkt höheren Wachstumsrate gegenüber einem Szenario ohne expansive Fiskalpolitik ausgegangen. Hierzulande dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) allein im Jahr 2010 zwischen 1 und 1,5 Prozentpunkte höher ausfallen als ohne Konjunkturprogramme.

Vorwürfe, Deutschland stütze die internationale Konjunktur zu wenig, sind schon von daher aus der Luft gegriffen. Außerdem hat die Bundesregierung EU-weit gesehen eines der größten Konjunkturprogramme aufgelegt. Das Paket aus Steuersenkungen, Unternehmenshilfen und Infrastrukturmaßnahmen belief sich 2009 und 2010 auf insgesamt 4,1 Prozent des BIP. Im Schnitt hat die EU-27 in den beiden Jahren lediglich jeweils 1 ½ Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Konjunkturprogramme ausgegeben.

Ralph Brügelmann: Die Wirkung von Konjunkturprogrammen, in IW-Trends 4/2010

Hat Sie das interessiert? Lesen Sie auch diese Themen...

Deutsche schauen pessimistisch in die Zukunft on October 19th, 2011
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland mit Sorge.

Baugewerbe begrüßt aktuelles BFH-Urteil zur Umsatzsteuer: Kommunen müssen Umsatzsteuer zahlen on February 16th, 2012
"Dieses Urteil bringt eine Trendumkehr: Seit vielen Jahren fordern wir, dass Unternehmen, die im Besitz von Städten und Gemeinden sind, Umsatzsteuer bezahlen müssen.

Junge Menschen 2009: Länger in Ausbildung, später erwerbstätig on March 14th, 2011
Im Jahr 2009 traten junge Menschen später in den Arbeitsmarkt ein als noch 1999 - dafür verblieben sie länger in Bildung und Ausbildung.

Der größte Bedarf an Fachkräften in der Gesundheitswirtschaft besteht in der Pflege on October 5th, 2010
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, hat am gestrigen Montag in Berlin anlässlich des zweiten Gesundheitswirtschaftskongresses des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie "Innovation und Wachstum - die deutsche Gesundheitswirtschaft auf dem Weg zur Leitbranche" in einer Grundsatzrede die herausgehobene Rolle der deutschen Gesundheitswirtschaft betont.

N24-EMNID-UMFRAGE: Bundesbürger spüren nichts vom Wirtschaftsaufschwung on May 22nd, 2008
88 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass sie persönlich nicht vom Wirtschaftsaufschwung profitieren.

Comments

Leave a Reply