89 Prozent der Deutschen werden die neue Gebührenanzeige für Kunden fremder Institute am Geldautomaten dazu nutzen, gezielt nach kostenfreien Anbietern Ausschau zu halten. Denn die Bereitschaft für das Abheben von Geld, Geld zu bezahlen, ist in der Bevölkerung ausgesprochen gering ausgeprägt. Nur zwei von hundert befragten Bürgern sind damit einverstanden, die von einigen Banken und Sparkassen veranschlagten Kosten bis zu fünf Euro zu entrichten. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.

Seit dem 15. Januar gilt die Kostenanzeige für Geldautomaten in Deutschland. Nach Ansicht der großen Mehrheit der Deutschen wird die dort sichtbare Gebührenpolitik Rückschlüsse auf die Kostenstruktur eines Instituts insgesamt bieten. 72 Prozent der potenziellen Bankkunden gehen davon aus, dass ein Finanzdienstleister mit teuren Automatengebühren auch in der Produkt- und Servicestrategie zu den hochpreisigen Anbietern zählen wird.

Zu den wichtigsten kostenfreien Leistungen auf der Wunschliste der Bürger stehen neben der Nutzung von Geldautomaten (64 Prozent) das kostenlose Girokonto (86 Prozent) und Online-Banking (80 Prozent). Deutlich zahlungsbereiter zeigen sich die Befragten dagegen für Bankleistungen, hinter denen beispielsweise konkrete Beratungsleistungen stehen. Gut jeder Fünfte ist bereit, für regelmäßige Anlagetipps in den Geldbeutel zu greifen. Zudem halten 17 Prozent Gebühren für Mobile-Banking und Handy Apps für angemessen.

Hintergrundinformationen:
Im Januar 2011 hat die Kommunikationsagentur Faktenkontor in
Zusammenarbeit mit dem Marktforscher Toluna 1.000 Bundesbürger
befragt, wie sich die neuen Transparenzvorschriften für Gebühren an
Geldautomaten auf ihr eigenes Verhalten auswirken.

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